Philippsburg in der Gegenwart
In den Jahren seit Ende des 2. Weltkrieges wurde die Infrastruktur der
Gemeinde wesentlich verbessert. Philippsburg besitzt ein vorbildliches
Schulzentrum mit Grund- und Hauptschule, Realschule, Gymnasium und
Förderschule mit einem weiten Einzugsgebiet. Mitten im Schulzentrum liegt
neben der attraktiven Stadtbibliothek auch das Hallenbad (Pfinzbad).
Das Freizeitangebot wird nicht zuletzt durch das Freibad am Freyersee mit
dem dortigen Campingplatz sowie mehreren Sporthallen und Sportanlagen in
allen Stadtteilen abgerundet. Das Festungs- und Waffengeschichtliche Museum
sowie das Heimatmuseum locken Besucher aus nah und fern.
Aber auch die Kinder- und Altenarbeit wird in Philippsburg groß geschrieben.
In allen Stadtteilen sind Kindergärten, Jugendhäuser und ein Schülerhort
vorhanden. Zahlreiche Veranstaltungen für die ältere Generation werden
angeboten. Einrichtungen wie "Essen auf Rädern", "Mobiler Sozialer
Hilfsdienst", Sozialstation und Nachbarschaftshilfen stehen ebenso zur
Verfügung wie das Seniorenhaus "St. Franziskus" sowie seniorengerechte, je
nach Bedarf betreute Wohnungen.
Die katholische Pfarrkirche
Durch die vielen Zerstörungen hat Philippsburg nur
wenige historische Bauten vorzuweisen. Umso wichtiger ist uns deshalb die
1980 begonnene Innenstadtsanierung. In diesem Zusammenhang wurde auch eine
ehemalige Eisenwarenhandlung in der Weißen-Tor-Straße restauriert, was in
großzügiger Weise durch die Kernkraftwerk Philippsburg GmbH gefördert wurde.
Dieses denkmalgeschützte Gebäude steht unter anderem für Gemeinderats- und
Fraktionssitzungen zur Verfügung. Daneben ist vor allem die katholische
Pfarrkirche von 1710 zu nennen mit ihrem sehenswerten Barockaltar.
Interessant ist auch das ehemalige Gefängnis im Stil der italienischen
Renaissance sowie die im Jugendstil erbaute Festhalle, die ein
architektonisches Kleinod darstellt. Verschiedene Denkmäler prägen das
Stadtbild, die vor allem durch großzügige Spenden des Ehrenbürgers Senator
Dr. Franz Burda, ein Sohn unserer Stadt, finanziert werden konnten.
Der Trommler von Philippsburg
Die landschaftslich reizvoll gelegenen Stadtteile
Huttenheim und Rheinsheim wurden in den Jahren 1973 und 1974 im Rahmen
Gemeindereform eingegliedert.
Nicht zuletzt leisten unsere beinahe hundert Vereine einen wesentlichen
Beitrag zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben in unserer Stadt.
Straßenfeste in allen drei Stadtteilen sowie Frühjahrs-, Herbst- und
Weihnachtsmärkte haben mittlerweile überörtliche Bedeutung und werden
genauso gerne besucht wie die traditionellen Fastnachtsveranstaltungen mit
der in ganz Deutschland begehrten alljährlichen Auszeichnung, dem "Trommler"
von Philippsburg.
Ein aktiver Beitrag zur Völkerverständigung und zum internationalen
Austausch sind seit vielen Jahren unsere Städtepartnerschaften mit der
französischen Atlantikinsel Ré bei La Rochelle und von Huttenheim mit der
Gemeinde Le Gua an der Girondemündung. Ferner pflegen wir freundschaftliche
Verbindungen zu unserem 100 km entfernten Namensvetter, Philippsbourg in
Lothringen. Daneben gibt es mit drei Städten in den USA, die ebenfalls den
Namen Philippsburg tragen, ähnliche völkerverbindende Kontakte. Starke
Impulse beim internationalen Austausch werden darüber hinaus auch nach
Frankreich, in die USA, nach Italien und Ungarn durch Schulen und Vereine
gegeben.